Jonna Thiebes feiert ein fulminantes Comeback auf der Olympiastrecke München
Nach langer Wettkampfpause, bedingt durch eine Rückenverletzung, startete Jonna Thiebes verspätet in die Regattasaison.
Im vergangenen Jahr hatte sich der Zweier mit Meike Mattheis (Mülheim/Ruhr) bereits als schlagkräftige Kombination herausgestellt, so dass beide Athletinnen sich direkt nach der Saison 2025 dazu entschlossen, im Kleinboot zusammen zu bleiben.
Das gute Gefühl des letzten Jahres stellte sich nach Jonnas Genesung auch schnell wieder ein und konnte durch Messdaten belegt werden.
Nach ansprechenden Trainingsleistungen fuhr das Duo, betreut durch RTHC-Trainer Ralf Müller, am Freitag nach München, gespannt darauf, wieweit sich diese schon im ersten Wettkampf umsetzen lassen würden.
Am ersten Renntag, dem Samstag, war vormittags der Vorlauf und nachmittags das Finale zu rudern, während die Rennen am Sonntag entsprechend der Vortagsergebnisse gesetzt wurden.
Den Vorlauf gingen Jonna und Meike aggressiv an und gingen zur Streckenhälfte in Führung. Da der dritte Platz für das A-Finale reichte und der Abstand nach hinten größer wurde, gaben sie sich mit diesem Ergebnis hinter Kroatien und dem österreichischen Boot aus Linz und Wien zufrieden.
Im A-Finale am Nachmittag ließen die Österreicherinnen nichts anbrennen und gewannen mit einem Start-Ziel-Sieg vor Kroatien und Mülheim/Leverkusen, die zwischenzeitlich die Plätze tauschten.
Damit sicherten sich Meike und Jonna die Bronzemedaille und als bestes deutsches Boot einen Startplatz im ersten gesetzten Lauf des Sonntags. Derweil verkraftete Jonnas Rücken die Rennbelastung gut, so dass die beiden dem Sonntag motiviert entgegensehen konnten.
Der kroatische Zweier war dort nicht am Start, während die Österreicherinnen erneut versuchten, das Rennen von vorne zu entscheiden.
Jonna und Meike starteten kontrolliert, schlossen bis 1000 m bis auf 3/10 Sekunden auf, und hängten den Rest des Feldes dabei entscheidend ab.
Auf der zweiten Streckenhälfte spielten sie ihre Physis und das am Vortag gewonnene Selbstvertrauen aus und nahmen dem führenden Boot auf den dritten 500 m drei Bootslängen ab. Auf dem letzten Teilstück konnte keines der anderen Boote folgen, so dass Meike und Jonna mit mehr als vier Bootslängen Vorsprung gewannen.
Trainer Ralf Müller kommentierte trocken: "Sieg im gesetzten Lauf und Österreich zerlegt - tolles Wochenende".
Auf der Großen Bremer Ruderregatta auf dem Werdersee knüpfte die RTHC-Crew an die Ergebnisse von vor zwei Wochen in Münster an.
Maria Petkou, Katharina Schulz, Jule Bolten und Eva Grosjean belegten zum Auftakt im Frauen-Doppelvierer Rang 2.
Vierte wurde Jette Krieg zusammen mit Bonn und Köln im gesteuerten Juniorinnen B-Doppelvierer.
Im Juniorinnen-Einer A Leichtgewicht erreichte Jule Bolten den dritten Platz., während Katharina Schulz im Frauen-Doppelzweier Vierte wurde.
Dies war auch das Ergebnis für Jette Krieg und Anike Hauswald (Bonn) im Juniorinnen-Doppelzweier B.
Für die erste Medaille sorgten Samuel Blöcher und Juri Sagurna als Leichtgewichte mit ihrem Sieg im Junior A-Zweier ohne der offenen Gewichtsklasse und ruderten dabei die drittschnellste Zeit der zwölf Boote in zwei Läufen.
Da ließ sich Esteban Lux im Leichtgewichts-Junior A-Einer nicht lumpen und siegte sicher, mit der schnellsten Zeit beider Läufe.
Am zweiten Regattatag kam der Frauen-Doppelvierer nicht gut zurecht und nicht über den vierten Platz hinaus.
Anike Hauswald und Jette Krieg zahlten am Sonntag Lehrgeld und hatten im Doppelzweier diesmal keine Chance.
Esteban Lux und Juri Sagurna ruderten im Junior A-Zweier auf den zweiten Platz und erreichten hier die siebte Zeit der 13 Boote.
Die Stimmung von Anike Hauswald und Jette Krieg besserte sich nach dem Rennen im gesteuerten Doppelvierer deutlich, das sie, wenn auch mit Rückstand, im Mittelfeld als Vierte beendeten.
Die nächste RTHC-Starterin war Jule Bolten und sie sorgte gar für Feierstimmung, indem sie ihr Rennen im Leichtgewichts-Juniorinnen A-Einer gewann. Von den insgesamt 16 Booten erreichte sie dabei die sechstschnellste Zeit.
Esteban Lux gewann nochmals im Leichtgewichts-Junior A-Einer und hatte dabei leichtes Spiel, während Samuel Blöcher etwas mehr Arbeit hatte, aber ebenfalls siegte.
Mit fünf Siegen, zwei zweiten, einem dritten, fünf vierten und einem sechsten Platz kehrten die Leverkusener mit einem breiten Spektrum an Ergebnissen und einem insgesamt positiven Eindruck zur Regattastrecke an den Fühlinger See zurück.