Philipp Hesselmann zum Vizepräsident Schiedsrichter gewählt

Philipp Hesselmann zum Vizepräsident Schiedsrichter gewählt

Philipp, herzlichen Glückwunsch zur Wahl auf dem Verbandstag zum Vizepräsident Schiedsrichter. Du bist jetzt für den Gesamtbereich Schiedsrichter im WHV verantwortlich.
Wie kam es dazu, dass du dich am Samstag zur Wahl gestellt hast? Hast du Angst/Respekt vor der Aufgabe oder wirst du mit jugendlicher Unbekümmertheit an die Sache gehen?


Vielen Dank erst einmal an dieser Stelle an die WHV Vereine, die mich einstimmig gewählt haben und mir damit einen sehr großen Vertrauensvorschuss gegeben haben. Tatsächlich war es so, dass ich in den letzten Jahren bereits im WHV Jugend-SRA viele Aufgaben übernommen habe und auch bereits im Schiedsrichterausschuss unter meinem Vorgänger Wolfgang Bettray mitgearbeitet habe. Dadurch hatte ich schon die letzten Jahre viel Kontakt in diese Gremien und konnte die Arbeit mitbegleiten. Das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht, denn mir ist es wichtig, etwas an den Verband und an die Schiedsrichter*innen zurückzugeben. Ich habe selber eine sehr gute Ausbildung als Schiedsrichter im WHV genießen können und das möchte man einfach weitergeben. Als Wolfgang Bettray dann intern verkündet hat, dass er nach 10 Jahren nicht erneut zur Wahl antreten möchte, hat er mich direkt gefragt, ob ich diesen Posten nicht übernehmen möchte. Da habe ich gar nicht lange gezögert und konnte ihm schnell meine Zusage geben, zur Wahl als sein Nachfolger anzutreten. An dieser Stelle möchte ich mich natürlich auch noch bei Wolfgang und seinem Team bedanken, das sich in den letzten Jahren unglaublich engagiert um die Schiedsrichter*innen in unserem Verband gekümmert hat. Da hinterlässt man natürlich große Fußstapfen, die mein neues Team und ich erst einmal ausfüllen müssen. Deshalb habe ich natürlich auch etwas Respekt vor dieser Aufgabe - auch wenn man nicht von Angst sprechen kann. Ich habe zum Glück erfahrene und motivierte Menschen an meiner Seite, die mich begleiten werden und deshalb hoffe ich, dass wir die gute Arbeit im Schiedsrichterausschuss fortsetzen können und neue Ideen einbringen können. Da bin ich sehr zuversichtlich, auch wenn da - wie gesagt - auch etwas Respekt vor der großen Aufgabe mitschwingt.

 

Stell uns doch einmal dein Team hinter dir vor. Mit wem wirst du an Start gehen, welche Aufgabenverteilung wird es innerhalb deiner Mannschaft geben?


Ich freue mich sehr darüber, dass ich schon im Vorfeld der Verbandstags mein Team zusammenstellen konnte und meine Wunschkandidaten für die Mitarbeit in diesem Gremium alle schnell zugesagt haben, motiviert sind und in den Startlöchern stehen, um ihre Ideen zu entwickeln und das Schiedsrichterwesen weiter nach vorne zu bringen. In meinem Team wird Gregor Küpper die Ansetzungen im Erwachsenenbereich verantworten. Gregor, der auch für den RTHC pfeift ist erfahrener Bundesligaschiedsrichter und hat schon einige Jahre die Ansetzungen im Jugendbereich gemacht. Daher ist er für mich der perfekte Kandidat für diese Position für mich. Jannik Boelke, der die Jugendansetzungen im letzten Jahr von Gregor übernommen hatte, bleibt natürlich auch mit dabei und die beiden Ansetzer werden hier eng zusammenarbeiten, um die Ansetzungsquote im WHV zu erhöhen und die Ansetzungen im allgemeinen zu optimieren. Für die organisatorischen Aufgaben im Schiedsrichterausschuss konnte ich Ingo Keßner, der bereits seit einigen Jahren als Staffelleiter aktiv ist, gewinnen. Ingo wird sich um die Organisation der praktischen Lehrgänge und Ausbildungsmaßnahmen kümmern. Hier habe ich also einen sehr erfahrenen Mann an meiner Seite, der etwas von gutem Vereinskontakt, Organisation und der Entwicklung von praktikablen Lösungen versteht. Für die Organisation der theoretischen Lehrgänge wird weiterhin Fabian Blasch zuständig sein, der sich darum kümmert, dass alles von „Nachweis der theoretischen Regelkenntnis“ über die J(B)-Lizenz bis hin zur C-Lizenz reibungslos läuft. Fabian war auch in Wolfgangs Ausschuss in dieser Aufgabe aktiv und daher freue ich mich sehr, dass mir Fabian mit seiner Expertise erhalten bleibt. Wir wollen in Zukunft auch den Leistungsgedanken im Schiedsrichterwesen des WHV wieder stärker in den Vordergrund bringen. Dafür wollen wir kurzfristig einen Leistungskader ins Leben rufen, der gemeinsam mit dem Jugendbereich koordiniert wird und junge, ambitionierte Schiedsrichter*innen mit Aufstiegschancen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen bietet und auf höhere Aufgaben vorbereiten soll. Für diese Aufgabe habe ich den Bundesligaschiedsrichter Thomas Hinsken gewinnen können, der mir sofort seine große Motivation für diesen Bereich signalisiert hat und da tolle Ideen hat. Thomas und ich werden diesen Leistungskader dann gemeinsam mit Hendrik Völker als Jugendschiedsrichterreferenten organisieren und für Jugend- und Erwachsenenschiedsrichter Möglichkeiten schaffen. Natürlich ist Hendrik Völker damit auch in den Schiedsrichterausschuss involviert. Hendrik und ich kennen uns schon seit gut 20 Jahren, haben gemeinsam mit dem Hockey angefangen und standen schon oft zusammen auf und neben dem Platz. Wir harmonieren sehr gut zusammen und entwickeln schon seit längerem Ideen, wie wir das Schiedsrichterwesen nach vorne bringen können. Daher bin ich sehr froh, diesen kompetenten Kollegen an der Seite zu haben und zu wissen, dass der Jugendbereich hervorragend geleitet wird. Zu meinem Team gehören aber natürlich auch alle Schiedsrichter*innen der WHV, die jedes Wochenende auf dem Platz stehen und den Spielbetrieb unseres Verbands auf ihren Schultern tragen. Alle Schiedsrichter*innen sind aber natürlich auch aufgerufen, sich in Ideen, Konzepte und Projekte einzubringen. Wir als Schiedsrichterausschuss sind da auf die Hilfe, die Erfahrung und Ideen unserer Schiedsrichter*innen angewiesen. Deshalb würde ich nicht sagen, dass mein Team „nur“ aus Gregor, Jannik, Fabian, Ingo, Thomas und Hendrik besteht, sondern aus allen gut 130 Schiedsrichter*innen des WHV.

 

Und als letzte Frage: Was sind deine Zukunftspläne im WHV? Welche Visionen und Aufgaben schweben dir vor? Was willst du anders machen, als dein Vorgänger?


Leider sind wir in unseren Möglichkeiten durch die aktuelle pandemische Lage ja sehr beschränkt. Wir wollen unseren Schiedsrichter*innen aber dennoch Angebote schaffen, um sich weiterzubilden und am Ball bzw. der Pfeife zu bleiben. Dazu gehört auch der eben angesprochene Leistungskader und andere Aktionen, wie ein regelmäßiges Online-Schiedsrichter-Treffen und das bereits bekannte Video der Woche, welches wir regelmäßig verschicken, um die Diskussion um Spielszenen anzutreiben. Das sind die Dinge, die wir planbar jetzt direkt umsetzen können und wollen. Langfristig wollen wir aber die Anzahl an Ausbildungsmaßnahmen erhöhen, das Beobachtungssystem verbessern und besonders die Anzahl der Schiedsrichter*innen im Verband erhöhen, damit die Last der vielen Spiele an einem Wochenende nicht mehr auf so wenigen Schultern lastet. Dazu gehört dann auch der eben angesprochene Leistungsgedanke, den wir wieder mehr in den Vordergrund stellen wollen. Das geht aber natürlich nur, wenn wir mehr Verbandsschiedsrichter*innen haben. Hier möchte ich direkt an die Vereine appellieren, die ihre Mitglieder dazu animieren sollten, Schiedsrichter*in werden zu wollen. Das kann natürlich nur im engen Austausch zwischen uns, dem Schiedsrichterausschuss und den Vereinen passieren. Hier wollen wir auch Konzepte entwickeln, wie wir besser zusammenarbeiten können, um Schiedsrichter*innen zu gewinnen. Kurzfristig wollen wir aber erst einmal mehr theoretische Ausbildungsmaßnahmen anbieten, damit die Vereine und ihre Mitglieder die Chancen haben, die Schiedsrichterausbildung mit zu tragen. Ein Punkt, der gerade vielleicht schon zwischen den Zeilen herausgekommen ist, ist die Kommunikation mit Vereinen unseren Schiedsrichter*innen und anderen Akteuren innerhalb unserer Hockeyfamilie. Wir wollen diese Kommunikation hochfahren, Gespräche suchen und damit auch Ideen und Lösungen für unsere Baustellen. Ich möchte hier also direkt mal dazu aufrufen, dass alle Vereine, Spieler*innen, Schiedsrichter*innen, Trainer*innen oder sonstige Mitglieder der Hockeyfamilie bei mir und meinem Team immer ein offenes Ohr finden werden und das gerne nutzen können und sollen. Nur damit können wir das Schiedsrichterwesen und damit unseren ganzen Verband nach vorne bringen. Einen starken Verband und starken Hockeysport kann es nur mit starken Spieler*innen, starken Trainer*innen, starken Vereinen, starken Menschen in den Ausschüssen, starken Familien und natürlich starken Schiedsrichter*innen geben. Da müssen wir alle an einem Strang ziehen. 

Zurück zu ein wenig Hockey-Normalität

Zurück zu ein wenig Hockey-Normalität -23.04.21

Ostern ist unser Schiedsrichterobmann eigentlich seit Jahren für die EHL im Einsatz. Letztes Jahr wurde pandemiebedingt zum ersten Mal seit Jahren keine EHL ausgerichtet. Lange war fraglich, ob dieses Turnier 2021 stattfinden kann, gerade im Hinblick darauf dass bei den Herren zwölf Teams ins Geschehen eingreifen und ganz neu die Damen EHL mit acht Teams dazustoßen sollten.

Man entschied sich seitens der EHL, die Endrunde jeweils mit vier Mannschaften auszutragen und direkt mit den Halbfinals zu starten.
Anfang März erhielt Benjamin Göntgen seitens des Europäischen Hockeyverbandes die Nachricht, dass er für die Endrunde nominiert wurde. Da Ostern keine Reisebeschränkungen für Amsterdam vorlagen, konnte unser Schiedsrichter nach vorherigem negativen PCR-Test in die EHL-Bubble fahren. Vor Ort wurde noch vor Check-In ein Schnelltest gemacht, der zur alltäglichen Routine für alle Beteiligten des Turniers wurde.
Am Samstag kam der Deutsche dann als Videoschiedsrichter beim Damenhalbfinale zwischen Den Bosch und Amsterdam zum Einsatz und durfte dann das Herrenhalbfinale zwischen HC Bloemendaal und Royal Leopold leiten. Am Sonntag stand die Videoschiedsrichteransetzung im Spiel um Platz 3 der Damen zwischen Club an der Alster und Amsterdam an.
Auf Länderneutralität konnte aufgrund coronabedingter Nominierungen keine große Rücksicht genommen werden, weshalb der RTHCler beim Damenspiel mit deutscher Beteiligung zum Einsatz kam. Am Montag stand dann für unseren Schiedsrichter das Finale der Herren zwischen dem HC Bloemendaal und Atletic Terassa an. Göntgen kam so zu seiner ersten Finalnominierung in der EHL, zu der wir ganz herzlich gratulieren. Mit einem sehr guten Report konnte dann am Montag gesund und glücklich die Heimreise angetreten werden. Ebenfalls erwähnt sei, dass der Kölner Christian Deckenbrock, auch gut bekannt und gern gesehen am RTHC, ebenfalls zum Einsatz kam, so war der promovierte Jurist als Turnierdirektor für beide Turniere vor Ort.

Peter Rak

PS: Neben Ben war unser RTHC-Trainer und (Vollblut)-Mitglied Krischan Schliemann in der Funktion als Torwart von Uhlenhorst Mülheim auch am Start! Herzlichen Glückwunsch!

 

RTHCler gründet Schiri-Podcast

RTHCler gründet Schiri-Podcast

Unser Schiedsrichter Philipp Hesselmann, der seit 2016 aktiv die Geschehnisse im WHV Jugend Schiedsrichterausschuss (SRA) mitgestaltet, hat im letzten Jahr mit dem WHV-Jugendschiedsrichterreferenten, Hendrik Völker, einen Podcast gegründet und aufgenommen. Jede Folge dreht sich thematisch ums Pfeifen, aber auch ums Hockey generell.

Wie es zu der Idee des Podcasts kam und was die Zuhörer*innen zu erwarten haben, das haben wir Philipp selber gefragt.

 

Philipp, wie kam es dazu, dass Hendrik und du einen Podcast gestartet habt? Und wer war für den Namen "Kartenkumpel" verantwortlich?

Im Grunde haben wir schon in den letzten Jahren versucht, unsere Aktivitäten in den sozialen Netzwerken auf- und auszubauen. Wir sind ja zum Beispiel bereits auf Facebook, Instagram und Youtube vertreten. Und weil Hendrik und ich schon einige Sachen zusammen erlebt haben und das Medium Podcast in den letzten Jahren sehr groß geworden ist, bot es sich für uns an, unsere Geschichten in einem eigenen Podcast zu erzählen. Und ich muss sagen, uns macht das bisher unglaublich viel Spaß, auch mal mit Gästen zu sprechen, uns an alte Geschichten zu erinnern oder einfach etwas blödes Zeug zu reden. Aber immer natürlich mit dem Hintergrund des Schiedsrichterwesens bzw. unseres Lieblingssports Hockey.

Zu dem Namen „Kartenkumpel“ sind wir gekommen, als Hendrik mir den neuen Namen für den Newsletter der WHV-Jugendschiedsrichter präsentiert hat: „Kartenkumpel“. Da war für mich sofort klar, dass dieser Name auch zu unserem Podcast passt und auch zu uns, weil wir uns schon so viele Jahre kennen und schon viel zusammen an der Pfeife bzw. an den Karten erlebt haben.

 

Für wen ist dieser Podcast gedacht? Wen wollt ihr erreichen? Und wieso lohnt es sich, den Podcast anzuhören?

Unser Podcast ist für alle gedacht, die Spaß am Hockey haben, die vielleicht Schiedsrichter*innen sind, Spieler*innen, Trainer*innen, Fans oder Eltern. Eigentlich für jeden, der ein paar nette Geschichten aus unserem Sport und Interviews mit großen Hockeypersönlichkeiten hören möchte. Aber auch Leute, die nichts mit Hockey zu tun haben, kommen bestimmt auf ihre Kosten und können sich vielleicht etwas für ihren Sport aus unseren Erfahrungen und den Erfahrungen unserer Gäste ableiten. Das ist auch das tolle an unserem Podcast, dass wir die Chance haben, Geschichten zu erzählen und Interviews mit so großen Hockeypersönlichkeiten wie Christopher Rühr oder Johannes Schmitz führen können. Da lohnt es sich absolut reinzuhören. Und manchmal sind wir vielleicht auch ganz witzig mit unseren doofen Sprüchen. (grinst)

 

Auf was können wir uns in der Zukunft in und mit eurem Podcast freuen?

Unsere Hörer*innen können sich auf jeden Fall auf ganz viele weitere Folgen mit Hesselmärchen und Völki und ihren Geschichten freuen. Wir werden auch, wenn der Spielbetrieb wieder läuft, diesen besprechen oder über die Verbandsarbeit weiter berichten, damit unsere Hörer*innen einen Einblick in die Arbeit der Schiedsrichter*innen bekommen und in die Arbeit als Ehrenämtler*in im Verband. Wir freuen uns auch schon auf Gäste, die wir bald begrüßen dürfen - aber da verrate ich jetzt noch nicht mehr; da müssen sich unsere Hörer*innen überraschen lassen.

Wir danken dir, Philipp, dass du uns kurz Rede und Antwort gestanden hast und freuen uns weiter auf viele spannende Folgen.

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