Jonna Thiebes gewinnt Gold im Vierer auf den Deutschen Juniorenmeisterschaften
In der Hitzeschlacht auf dem Elfrather See in Krefeld holten die RTHC-Sportler bei Temperaturen von bis zu 40° insgesamt eine Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen. Außerdem wurden sie einmal Vierter und erreichten einmal das B- und zweimal das Halbfinale.
Bereits vor dem Beginn der Meisterschaften wurde das Reglement dahingehend abgeändert, dass die Bahnverteilungsrennen und zum Teil auch die B-Finals abgesagt wurden und der Qualifikationsmodus dem seit letztem Jahr geltenden internationalen System ohne Hoffnungsläufe angeglichen wurde, um angesichts der extremen Hitze die Belastung der Athletinnen und Athleten zu reduzieren.
Einmal mehr ging Jonna Thiebes als erfolgreichste RTHC-Athletin aus dem Regattawochenende hervor.
Mit ihrer Zweierpartnerin Meike Mattheis (Mülheim/Ruhr) und zwei Kolleginnen vom Ruderklub am Baldeneysee Essen stieg sie in den ungesteuerten Vierer. Mit drei gegnerischen Booten ging es direkt im A-Finale um die Medaillen und Jonna & Co. wurden ihrer Rolle und ihrem eigenen Anspruch gerecht. Sie gewannen den Titel mit einem Start-Ziel-Sieg, aber es war ein spannendes Rennen. Die vier Crews schenkten sich nichts, betrug doch der Vorsprung auf Silber im Ziel nur 1,14 Sekunden und auch auf Bronze mit 3,11 Sekunden nur wenig mehr als eine Bootslänge. Umso größer war die Freude über den Titel, der die definitive Qualifikation für die Junioren-Weltmeisterschaften in Plovdiv (Bulgarien) bedeutete.
Im Achter gewannen die vier Meisterinnen aus dem Vierer zusammen mit Kolleginnen aus dem Team NRW die Bronzemedaille.
Die Leichtgewichte Esteban Lux, Samuel Blöcher und Juri Sagurna bildeten mit Ruderern aus Berlin und Bad Kreuznach sowie mit Steuerfrau Jule Bolten einen Achter. Im spannenden Drei-Boote-Finale mit ständig wechselnden Positionen - nach 500 m Dritte, bei 1000 m in Führung, bei der letzten Zwischenzeit wieder Dritte gab es im Ziel Silber, was entsprechend bejubelt wurde.
Samuel und Juri starteten außerdem im Zweier ohne Steuermann und gewannen dort Bronze.
Esteban maß sich derweil in der Einer-Konkurrenz mit 15 Gegnern und qualifizierte sich als Vorlauf-Dritter über die Zeit für das Halbfinale. Dort wurde er schließlich undankbarer Vierter und musste der Hitze Tribut zollen.
Ähnlich ging es Jule im Leichtgewichts-Einer der Juniorinnen. Auch sie schaffte es trotz einer schwierigen Saison mit Verletzung, Krankheit und Abiturprüfung als Vorlauf-Vierte über die Zeit ins Semifinale, in dem sie als Sechste die Stärke der Gegnerinnen akzeptieren musste.
Timo Krings startete mit Ruderern des Stützpunkts Dortmund in Nachwuchsbooten der U23-Altersklasse, nämlich im Vierer mit Steuermann und Achter.
Im Vierer erreichte seine Crew im vollen Sechs-Boote-Feld - mittlerweile eine Seltenheit in dieser traditionsreichen Bootsklasse, die international nicht mehr im Programm ist - einen guten vierten Platz.
Im Achter hatte man aber einen schweren Stand und musste mit dem B-Finale zufrieden sein, in dem man zweites Boot wurde.
Jette Krieg startete in der U17 mit Anike Hauswald (Bonn) im Doppelzweier. Die beiden U17-Novizinnen ruderten in einem ordentlichen Rennen im Vorlauf auf Platz 5 und sammelten wertvolle Meisterschaftserfahrung für das nächste Jahr.
Insgesamt war es ein anspruchsvolles, aber erfolgreiches Wochenende für die Crew des RTHC.
Ausblick:
Die nächsten Wettkämpfe im Programm der RTHC-Athleten sind:
- der Bundeswettbewerb U15 in Münster mit dem NRW-Team am kommenden Wochenende
- die Deutschen Großbootmeisterschaften in Krefeld am 11. und 12. Juli
- die A-Europameisterschaften in Varese (ITA) vom 31.7. bis 2.8.
- die U19-Weltmeisterschaften in Plovdiv /BUL) vom 6.-9.8.
- die A-Weltmeisterschaften vom 24.-30. August in Amsterdam (NED)
Den drei letztgenannten sind jeweils mehrwöchige Trainingslager zur Mannschaftsbildung bzw. unmittelbaren Wettkampfvorbereitung (UWV) vorgeschaltet.