Marchand gewinnt Gold auf der Rotsee-Regatta - Deutschland-Achter auf Platz vier
Mit einem makellosen Auftritt sicherten sich Kathrin Marchand (Leverkusen) und Valentin Luz (Frankfurt) beim Worldcup in Luzern die Goldmedaille, während Julius Christ mit dem Deutschland-Achter vor allem im Vorlauf aufsteigende Tendenz zeigte, dies im Finale aber nicht erneut vollständig abrufen konnte.
Sportvorstand Robert Sens beschrieb die besonderen Umstände: „Luzern war kein einfacher Weltcup für uns. Nach dem Weltcup 1 in Sevilla war eine Woche Urlaub und der Neuaufbau Richtung WM wurde begonnen. Für diese methodische Situation haben wir sehr vernünftige Ergebnisse gesehen und sind weitestgehend zufrieden. Hausaufgaben haben wir trotzdem einige bekommen und werden in den kommenden Wochen in Ratzeburg nochmal richtig Gas geben. 2026 ist für uns ein Jahr zum Experimentieren. Diese Zeit nehmen wir uns und wollen einigen Mannschaften noch Zeit einräumen, um sich zu entwickeln.“
Weiter Maß der Dinge: Gold für Luz und Marchand
Im Mixed-Doppelzweier der Klasse PR3 sind Valentin Luz und Kathrin Marchand (Frankfurter RG Germania und RTHC Bayer Leverkusen) weiter das Maß der Dinge. Im Finale von Luzern ließen sich beide auch von der durchaus starken Konkurrenz aus der Ukraine und Australien nicht wirklich beeindrucken. „Es war spannend, wir mussten richtig treten“, sagte Valentin Luz. Nach einem auch technisch erneut sehr ansehnlichen Rennen siegten die Para-Weltmeister mit einer Sekunde Vorsprung. „Von Luzern hat man als Kind immer geträumt. Es gibt kaum was Schöneres, als hier zu fahren und zu siegen“, sagte Luz.
Männer-Achter verpasst erneut das Podium
Dem Deutschland-Achter blieb es erneut verwehrt, am Siegersteg anzulegen. Wie schon in Sevilla vor vier Wochen musste sich das Großboot mit dem vierten Platz zufriedengeben. Weltmeister Niederlande, Olympiasieger Großbritannien und Australien waren im Rotsee-Finale schneller. „Es war ein Fortschritt im Vergleich zu Sevilla, aber es hat nicht gereicht. Wir konnten heute leider nicht an die Leistung aus dem Vorlauf anknüpfen“, sagte Julius Christ. Am Freitag betrug der Rückstand auf den Weltmeister 1,5 Sekunden, im Finale waren es knapp fünf Sekunden.
Dabei fanden Theis Hagemeister, Paul Klapperich, Mattes Schönherr, Olaf Roggensack, Tobias Strangemann, Tassilo von Müller, Julius Christ, Sönke Kruse und Jonas Wiesen (Frankfurter RG Germania, Bonner RG, RC Potsdam, RC Tegel 1886, RV Dorsten, RK am Baldeneysee, RTHC Bayer Leverkusen, RV Münster und RG Treis-Karden) gut ins Rennen und behaupteten auf den ersten 500 Metern lange eine kleine Führung. Und auch nach 800 Metern, als sich die Niederländer abgesetzt hatten, lagen sie noch gleichauf mit den Briten und Australiern. Erst 200 Meter vor dem Ziel wurde der Abstand größer.
„Nach Sevilla haben wir Umstellungen vorgenommen. Es waren jetzt zwei vernünftige Rennen, aber es muss uns gelingen, mit dem hohen Anfangsspeed auf den zweiten 500 Metern weiterzufahren. Wir müssen draufbleiben“, meinte Steuermann Jonas Wiesen.