RTHC-Ruderer*innen gewinnen 5 Mal beim "Heimspiel" auf dem Fühlinger See

Nach der langen Phase der Eisheiligen mit viel Regen und teils Kälte hatte das Wetter am Pfingstwochenende ein Einsehen und schenkte den Athleten, Trainern und Zuschauern der Kölner Juniorenregatta strahlenden Sonnenschein von früh bis spät bei schwachem bis mäßigem Schiebewind und guten Wasserverhältnissen, so dass sich die Regattastrecke auf dem Fühlinger See von ihrer besten Seite zeigte.

 

Jonna Thiebes und ihre Zweierpartnerin Meike Mattheis (Mülheim/Ruhr) hatten sich vorgenommen, in Abwesenheit ihrer stärksten Konkurrentinnen von München gegen die nationale Konkurrenz im Juniorinnen A-Riemenbereich nichts anbrennen zu lassen.

Der österreichische Zweier, den man in München im gesetzten Lauf deutlich distanzieren konnte, gewann ebenfalls an diesem Wochenende in Brandenburg die Bronzemedaille bei den U19-Europameisterschaften, während das dort nominierte deutsche Boot es nicht ins A-Finale schaffte.

Damit waren Meike und Jonna klar favorisiert und wurden dieser Rolle auch souverän gerecht.

Sowohl am Samstag als auch im gesetzten Lauf am Sonntag starteten sie kontrolliert, setzten sich ab der 500 m-Marke mit langem kräftigem Schlag mehr und mehr vom Feld ab und siegten mit deutlichem Vorsprung von fast 9 Sekunden am Samstag bzw. 5,5 Sekunden am Sonntag, hier vor ihren Viererpartnerinnen.

Vor dem Zweier stand am Sonntag noch der ungesteuerte Vierer an, den Meike und Jonna mit Anna Rychwalski (Duisburg) und Frida Weiler (Kettwig) wiederum deutlich mit 9 Sekunden Vorsprung für sich entschieden und dabei trotzdem noch deutlich schneller waren als der zuvor geruderte gesetzte Lauf.

 

Für Freude auf dem Wasser und an Land sorgten am Samstag außerdem Esteban Lux im Junior A-Leichtgewichts-Einer und Samuel Blöcher/Juri Sagurna im Zweier derselben Klasse, die ihre Rennen jeweils mit einer eindrucksvollen kämpferischen Leistung auf den letzten 500 m für sich entscheiden konnten.

 

Jette Krieg startete erstmals auf einer DRV-Juniorenregatta und sollte mit ihrer Partnerin Anike Hauswald (Bonn) zunächst einmal Erfahrung auf diesem Niveau sammeln. Bereits am Samstag zeigten sie eine ansprechende Leistung und wurden im Juniorinnen B-Doppelzweier Dritte. Nicht so gut klappte es zunächst im gesteuerten Doppelvierer gemeinsam mit Köln, in dem man mit Platz 6 vorlieb nehmen musste.

Am Sonntag lieferten sich Anike und Jette mit drei anderen Booten einen harten Fight um Platz 2 im dritten gesetzten Lauf. Diesen verpassten sie nur knapp, konnten sich aber noch knapper mit nur 4/100 Sekunden Vorsprung Platz 3 sichern.

Nach einer internen Umbesetzung lief es auch im Doppelvierer besser und die Crew aus Köln, Bonn und Leverkusen wurde Vierte.

 

Auch für Erik Iffländer und Justus Brück stand die Regatta unter dem Fokus, Erfahrung zu gewinnen.

Am Samstag konnten sie im Junior B-Doppelzweier ein Boot distanzieren und damit Fünfte werden.

Am Sonntag ging es schon einen Platz weiter nach vorne, während Erik im Einer samstags und sonntags jeweils den fünften Platz belegte.

 

Jule Bolten startete nur am Sonntag und belegte mit Helen Decker (Mülheim/Ruhr) im Leichtgewichts-Juniorinnen A-Doppelzweier wie auch im Einer den dritten Rang.

 

Das war auch das Ergebnis für Samuel Blöcher und Juri Sagurna im Rennen des Leichtgewichts-Junior A-Vierer ohne mit Michael Hoesch und Philipp Amberger (beide Münster).

 

Esteban Lux musste am Sonntag den hohen Temperaturen Tribut zollen und konnte seinem Einerrennen nicht den Stempel aufdrücken, jedoch auf den letzten 200 m noch einen Konkurrenten abfangen und wurde somit Fünfter.

 

Abschließend starteten die drei Leverkusener Leichtgewichtsruderer Lux, Sagurna und Blöcher sowie Jule Bolten als Steuerfrau im Achter mit Münster, Berlin, Lübeck und Münden, mussten sich als Leichtgewichte aber dem Rennen in der offenen Klasse stellen. Das Ergebnis war hier ein respektabler dritter Platz.

 

Am kommenden Wochenende, beginnend bereits am Donnerstag, beginnt der World Rowing Cup 2026 mit der Regatta in Sevilla (Spanien). Julius Christ vertritt als Co-Schlagmann des Deutschland-Achters die Leverkusener Farben. Der Achter-Vorlauf startet am Freitag. Alle Informationen zum Event finden sich hier:

2026 World Rowing Cup I - World Rowing

 

Währenddessen gehen die Jüngsten in Essen-Kettwig bei der Jungen- und Mädchenregatta an den Start.

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